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Es gibt kein einziges offizielles Kartenblatt, das beide Parks abdeckt: Die deutsche Seite wird von Sachsenforst kartiert, die tschechische Seite von der Správa NP České Švýcarsko, daher führen die meisten Wanderer stattdessen eine grenzüberschreitende kommerzielle Karte mit. Beide Parks haben freien Eintritt (0 EUR), und das Gelände ist rund um die Uhr zugänglich – 00:00 bis 23:59 Uhr, sieben Tage die Woche. Papier ist in den Schluchten immer noch besser als Handyempfang.
Der Sandstein hier wurde vor etwa 95 Millionen Jahren am Meeresboden abgelagert. Deshalb liest sich eine Karte der Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz weniger wie eine Wanderkarte und mehr wie ein Querschnitt: Die Höhenlinien konzentrieren sich zu Rippen und Türmen, da das Gestein entlang vertikaler Fugen statt entlang von Hängen erodierte. Der deutsche Park umfasst etwa 93 Quadratkilometer; sein tschechisches Pendant, České Švýcarsko, fügt etwa 79 hinzu. Zusammen bilden sie eine zusammenhängende Landschaft des Elbsandsteingebirges, werden jedoch getrennt verwaltet, getrennt ausgeschildert und – für jeden, der eine Route ausdruckt, entscheidend – getrennt kartiert.
Diese administrative Trennung ist das Wichtigste, was man vor dem Aufbruch verstehen sollte. Sachsenforst veröffentlicht die deutschen Kartenblätter; die tschechische Parkverwaltung betreut das ferne Ufer der Kamenice. Kein Kartenblatt reicht weit über die Grenze hinaus, daher fällt eine Route von Bad Schandau zur Pravčická brána auf den meisten Karten mitten auf dem Weg vom Rand. Kommerzielle Kartografen lösen dies: Die weit verbreiteten Rolf-Böhm-Karten und die tschechische KČT-Serie decken beide die Grenze ab. Vor Ort ist das tschechische KČT-Farbleitsystem – rote, blaue, grüne, gelbe Streifen auf Bäumen und Felsen – ungewöhnlich zuverlässig, während deutsche Wege ihre eigenen bemalten Symbole tragen: der grüne diagonale Streifen markiert den Malerweg, und ein Kreis, Dreieck oder Balken kennzeichnet die Routenklasse.
Die Zonierung ist ebenso wichtig wie die Topografie. Große Gebiete stehen unter strengem Schutz, wo das Verlassen des markierten Weges verboten ist, und ein guter Wanderführer für die Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz schraffiert diese Bereiche, anstatt sie leer zu lassen. Kirnitzschtal, der Schrammsteinkamm, die Affensteine und der Große Winterberg liegen alle innerhalb oder neben gesperrtem Gelände; das Basteiplateau ist für den Publikumsverkehr stark reguliert. Wildcampen ist überall verboten, obwohl eine Handvoll ausgewiesener Boofen – überhängende Felsüberdachungen – auf der deutschen Seite legal bleiben und als kleine Symbole erscheinen, die man kennen sollte, bevor man sich auf eine verlässt.
Tragen Sie das Kartenblatt, nicht nur das Telefon. Der Empfang bricht in den Schwedenlöchern und entlang der tieferen Schluchten ab, und die Leitern und Eisenbügel, die die Häntzschelstiege durchziehen, sind keine Orte, an denen man auf einen sterbenden Akku starren sollte. Die Parkverwaltung hält Wegesperrungen unter nationalpark-saechsische-schweiz.de aktuell, und das Besucherzentrum befindet sich An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau, wo dieselbe Kartografie am Schalter verkauft wird.